Theater-Freigeister

Werther – Letzte Gedanken

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Werther

Das Bühnenstück „Werther – Letzte Gedanken“ von Manuel Maria Berger setzt kurz vor dem Suizid Werthers ein. Das Stück schafft einen stimmigen  Übergang zwischen der Vorgeschichte in Goethes Briefroman und dem tragischen Ende Werthers.

Das Stück selbst besteht aus drei gespielten Ebenen. In der Ersten findet sich Goethe im Monolog wieder. Hierbei wird klar, dass der Werther nicht nur irgendein Sturm und Drang Stück ist, sondern dass es hierbei um die Verarbeitung des eigenen Lebens geht. In der zweiten Ebene steht Werther ebenfalls nur im Monolog. Er sitzt vor der geliehenen Waffe und versucht einen rettenden Ausweg zu finden. Die Auswege bzw. Gedankengänge stellen die dritte und ausführlichste Ebene des Stückes dar. Übergreifend sind noch Leben und Tod dargestellt als Mann und Frau, die um den Werther streiten mit den Attributen ihres Geschlechts.

Die Sprache in dem Stück ähnelt Goethes Faust. Dies soll einerseits zur Ironie beitragen, andererseits soll es zeigen, dass Goethe schon damals in Gedanken sein größtes Werk mit sich trug.

Das Stück besticht durch den Wechsel zwischen Komödie und Tragödie, zwischen Ernsthaftigkeit und Ironie und letztendlich durch den Zwiespalt zwischen Romantik und dem Spott über die Romantik.

Welturaufführung war im Mai 2006 am Theater an der Universität.

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